Jeden Sonntag - ein neues Gedicht





Zitat:

"Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden.
....
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?
Ach! was ist alles dies, was wir für köstlich achten,
...
als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind't.
Noch will, was ewig ist, kein einzig Mensch betrachten!"

Aus "Es ist alles eitel" von Andreas Gryphius.


Das Lyrikportal zählt 53.005 Leserzugriffe.





Shadows of Glamour

 

Hängst du dein Herz an Dinge

und sammelst gold’ne Ringe,

suchst du nach edler Seide,

bist selbst dir Augenweide,

dann wisse, dass du irrst

und deinen Sinn verwirrst.

 

Der Saft der Purpurschnecke,

das Rosenblut der Hecke,

der Silberglanz von Nerzen

sind giftig für die Herzen;

sie reifen nicht wie Früchte

und nähren träge Süchte.

 

Doch wertvoll ist die Szene,

dass ich es auch erwähne,

wo Farbe, Duft und Stoffe,

so wie ich’s mir erhoffe,

geformt und wohlgestaltet werden

zu aller Menschen Gut auf Erden.

 

Hans Chisenus

 

2007 – erstveröffentlicht.

381. Wochenendgedicht, eingestellt am 16. September 2018




An meine Leserinnen und Leser!

Der kostenlose Zutritt zu meiner Website www.lyrikportal.at oder www.lyrikportal.com bleibt als beständiger Dienst an Literatur und Sprache erhalten.

Die jeweils im laufenden Jahrgang gesammelten Gedichte werden im nachfolgenden Frühjahr in Buchform herausgegeben.

Eventuelle Anfragen, Anregungen oder Kommentare zu einzelnen Gedichten richten Sie bitte an meine E-Mail-Adresse: hans.chisenus@aon.at

Wenn Sie wollen, empfehlen Sie das Lyrikportal weiter. Ohne jede öffentliche Werbung hat es die Schwelle von 27 000 Zugriffen überschritten.

Muße und Liebe zur Literatur wünscht Ihnen, Ihr Gebhard J. Kiechl