Jeden Sonntag - ein neues Gedicht





Zitat:

"That wind, I used to hear it swelling,
with joy divinely deep;
you might have seen my hot tears welling,
but rapture made me weep.
I used to love on winter nights,
to lie and dream alone,
of all the rare und real delights,
my early years hat known;
and oh, above the rest of those,
that coming time should bear,
like Heaven's own glorious stars they rose,
still beaming bright and fair."

By Emily Bronte.

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 Frühlingsgefühle

 

Lass mich von den Augen nippen

den dunklen Flor der Traurigkeit!

Ich möchte deine blassen Lippen

zart küssen, um zum Trost bereit,

das Leid mit Wonne zu vermischen

und deine Tränen fortzuwischen.

 

Hab‘ ich dir Kummer angetan?

Ich kann dein Weinen nicht ertragen.

Du lächelst: Ach, welch süßer Wahn!

Willst du mit Tränen zu mir sagen,

dass dich die Sehnsucht so bewegt

und sich der Frühling in dir regt?

 

Wie sich die Schatten schnell erhellen

und aus dir leuchtet froher Sinn!

Wie deine Lebensknospen schwellen!

Die kalte Starre ist dahin.

O welche Lust, o welches Glühen!

Ich schaue dich gedanklich blühen.

 

Hans Chisenus

 

2004 – erstveröffentlicht.

420. Wochenendgedicht, eingestellt am 16. Juni 2019

 




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