Jeden Sonntag - ein neues Gedicht





Zitat:

"Grübelnd saß am Meeresstrande
ich nach langer, wirrer Reise,
weinend saß ich, zitternd leise,
und ich zeichnete im Sande.
Meine Augen waren Trichter,
in die Wasser strömten ein.
Flimmernd spielte Küstenschein,
und die Ränder wurden lichter.
In das Meer versanken Lande,
Wogen schlugen in mein Träumen,
um mein Herz entstand ein Schäumen,
tiefer zogen Zauberbande."

Hans Chisenus "Medusen-Fantasie" 2005.

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Meine Robinson-Insel

 

Ich lag am weißen Strande

im warmen, weichen Sande

und lauschte in das Meer.

 

Es döste ein mein Wille.

Da kam die große Stille

vom blauen Himmel her.

 

Mich weckten salzge Winde,

die mich umwehten linde.

Mein Leib war felsenschwer.

 

Rundum auf weiten Fluren

verliefen Sohlenspuren.

Lebt hier noch irgendwer?

 

Hans Chisenus

 

2005 – erstveröffentlicht.

372. Wochenendgedicht, eingestellt am 14. Juli 2018




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