Jeden Sonntag - ein neues Gedicht





Zitat:

"Edel sei der Mensch,
hilfreich und gut!
Denn das allein
unterscheidet ihn
von allen Wesen,
die wir kennen.
* * *
Heil den unbekannten
höhern Wesen,
die wir ahnen!
Ihnen gleiche der Mensch!
Sein Beispiel lehr uns
jene glauben."

Aus Johann Wolfgang von Goethes
"Das Göttliche".

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Das nächste Gedicht erscheint erst am 29.9.
wegen eines notwendigen Klinikaufenthaltes.



 

Wonach strebst du,  Mensch?

 

Was lohnt, zu leben, was zu sterben?

Ist man sich selbst der letzte Zweck?

Soll diese Hybris sich vererben

in einer Welt voll Angst und Schreck?

 

Bist du erprobt, nicht hinzuschauen,

was ändert das die wahre Sicht?

Mag dir wohl vor dem Ende grauen,

so greifst du nicht das Himmelslicht.

 

Am Geiste prüfe dich bescheiden,

du täuschest nicht das Weltgericht;

gar manches kannst du gut erleiden,

doch deine Allmacht gibt es nicht.

 

Nie werden sich die Menschen gleichen

und niemals nur Geschwister sein;

es müssen Macht und Wahn erst weichen,

dass ein Geist ist, der uns gemein.

 

Hans Chisenus

 

2009 – erstveröffentlicht.

433. Wochenendgedicht, eingestellt am 8. September 2019

 

 

 

 




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